Bestattungskosten sparen: 5 Tipps für eine günstige Bestattung
verfasst von
- Tanja Scerri-Brockmann
- März 10, 2026
– Lesezeit:
Minuten
Eine günstige Bestattung: So geht es
Die Organisation einer Bestattung ist mit vielen Entscheidungen verbunden. Einige davon betreffen auch die finanziellen Aspekte. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, bei den Kosten einer Bestattung zu sparen, ohne dabei auf einen würdevollen Abschied verzichten zu müssen. Wir möchten Ihnen 5 praktische Tipps geben, wie Sie eine preiswerte Bestattung organisieren können.
1. Eine preiswerte Bestattungsform wählen
Die Wahl der Bestattungsart hat einen maßgeblichen Einfluss darauf, wenn Sie bei Bestattungskosten sparen möchten. Die Feuerbestattung ist im Gegensatz zu einer traditionellen Erdbestattung eine preiswerte Bestattungsform. Auch eine Naturbestattung (z. B. eine Baumbestattung oder Seebestattung) hilft Ihnen, die Kosten gering zu halten, da hier oft die Friedhofsgebühren niedriger ausfallen und die Grabpflege entfällt. Wer besonders auf das Budget achten muss, kann sich für eine anonyme Naturbestattung entscheiden. Hierbei entfallen die Kosten für einen Grabstein und die langfristige Grabpflege komplett.
2. Einen preiswerten Bestattungsort aussuchen
Die Gebühren für eine Bestattung können je nach Bestattungsort sehr unterschiedlich ausfallen. Falls die Beerdigung der verstorbenen Person nicht an einem bestimmten Friedhof stattfinden muss, lohnt es sich, Preise zu vergleichen und so Beerdigungskosten zu sparen.
Sie möchten wissen, mit welchen Bestattungskosten Sie rechnen müssen? Hier finden Sie Informationen, um sich einen Überblick über die verschiedenen Kostenpunkte einer Bestattung zu verschaffen.
3. Das Grab – Preise vergleichen bei Stelle, Stein und Pflege
Auch das Grab selbst kann ein entscheidender Faktor sein, wenn es darum geht, eine preiswerte Bestattung zu gestalten. Hierfür können die Grabstelle, der Grabstein und die Grabpflege als mögliche Kostenpunkte genannt werden.
Grabstelle
Grundsätzlich unterscheidet man bei den Grabstellen zwischen Sarggräbern, Urnengräbern und Naturgräbern. Unter den Sarggräbern ist das Einzelgrab die günstigste Variante. Bei Urnengräbern ist eine Urnenwandnische die beste Wahl, wenn Sie bei den Bestattungskosten sparen möchten. Und unter den Naturgräbern ist die Naturbestattung unter einem Gemeinschaftsbaum eine preiswerte Grabstelle für eine naturverbundene Person.
Grabstein
Die Kosten für einen Grabstein werden oft unterschätzt. Material, Größe und individuelle Gestaltungswünsche beeinflussen den Preis maßgeblich. Um unerwartet hohe Ausgaben zu vermeiden, empfehlen wir, sich vorab mit dem Steinmetz über ungefähre Preisvorstellungen abzusprechen. Wenn Sie bestimmte Vorstellungen von einem Grabstein haben, die momentan nicht im Budget sind, kann ein Grabstein auch zu einem späteren Zeitpunkt errichtet werden.
Grabpflege
Eine Möglichkeit, die Kosten für die Bestattung zu senken, ist die Eigenpflege der Grabstelle. Dies erfordert zwar Zeit und Engagement, ist aber oft kostengünstiger als die Beauftragung einer Friedhofsgärtnerei. Einfache Grabstellen wie Urnengräber ohne aufwendige Bepflanzung sind besonders pflegeleicht und kostengünstig. Bei Gräbern, wo keine klassische Grabpflege benötigt wird, fallen die Kosten dafür komplett weg. Dies ist vor allem bei Naturbestattungen der Fall.
4. Zwischen Sarg oder Urne wählen
Je nach gewählter Bestattungsart kommt entweder eine Urne oder ein Sarg zum Einbetten der verstorbenen Person in Frage. Grundsätzlich ist die Urne preiswerter als der Sarg, doch auch hier gibt es unterschiedliche Varianten, mit denen Sie Beerdigungskosten sparen können.
Sarg – aufwendig oder einfach
Die Kosten für einen Sarg hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Holzart, der Größe, der Verarbeitung und zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen. Einfache Holzsärge sind in der Regel preiswerter als aufwendig verzierte Modelle. Und im Vergleich zu einem Sarg für eine Erdbestattung macht ein Kremationssarg die Feuerbestattung deutlich günstiger.
Urne – auf das Material kommt es an
Wie bereits erwähnt ist eine Urne eine preiswertere Alternative zu einem Sarg. Aber auch hier gibt es Unterschiede: Eine einfache Urne aus Kunststoff oder Stahl liegt preislich niedriger als eine hochwertige Schmuckurne aus Marmor. Bei der Bestattung Himmelblau bieten wir eine Auswahl an Urnen in den verschiedensten Ausführungen – passend für Ihr Budget.
Podcast "Erzähl mir vom Tod"
Hören Sie mehr zu Begräbniskosten im Podcast der Bestattung Himmelblau – in drei Folgen sprechen Mitarbeitende offen über ihre Arbeit, ihre Erfahrungen und die vielen Fragen, die rund um den Abschied entstehen.
5. Die Trauerfeier günstig gestalten
Um bei der Trauerfeier Bestattungskosten zu sparen, gilt es vorab die Frage zu klären, ob überhaupt eine Trauerfeier stattfinden soll. Da eine Trauerfeier nicht verpflichtend ist, haben Sie die Möglichkeit, diese wegzulassen oder klein zu halten. Wenn Sie auf jeden Fall eine Feier inkludieren möchten, können Sie an verschiedenen Punkten sparen, um eine möglichst günstige Bestattung zu gestalten:
- Trauerdrucke: Ausdrucke wie Trauerkarten oder Gedenkbilder können selbst erstellt werden.
- Musik: Freund:innen oder Familienmitglieder können musikalische Beiträge leisten. Auch das Abspielen digitaler Trauerlieder ist im Gegensatz zu engagierten Live-Musiker:innen deutlich günstiger.
- Kondolenzbuch: Richten Sie ein digitales Kondolenzbuch ein, wo die Trauergäste ihre Abschiedsworte kundtun können.
- Blumenschmuck: Auch beim Blumenschmuck, kann statt aufwendigen Kränzen auf eine dezentere Variante gesetzt werden.
- Trauerredner: Statt einem/ einer professionellen Trauerredner:in können Sie auch eine angehörige Person bitten, ein paar Worte des Abschieds zu sagen.
- Verpflegung: Wenn Sie nach der Beisetzung noch zu einem gemeinsamen Essen einladen möchten, können Sie selbst oder mit Hilfe von Freund:innen und Familie Speisen zubereiten, anstatt den Leichenschmaus in einem Restaurant abzuhalten.
Was passiert, wenn ich mir die günstigste Bestattung nicht leisten kann?
Sollte kein nennenswertes Erbe oder eine Sterbegeldversicherung vorhanden sein und die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen, muss niemand auf einen würdevollen Abschied verzichten. In Deutschland gibt es für diesen Fall die gesetzliche Möglichkeit der Sozialbestattung. Hierbei übernimmt das zuständige Sozialamt die Kosten für die Bestattung. Damit dieser Antrag bewilligt wird, müssen in der Regel folgende Kriterien erfüllt sein:
- Kein Nachlass: Die verstorbene Person hat kein Vermögen hinterlassen, aus dem die Bestattung finanziert werden kann.
- Keine Vorsorge: Es liegt keine Sterbegeldversicherung oder ein zweckgebundenes Guthaben vor.
- Fehlende Leistungsfähigkeit: Die Bestattungspflichtigen (nahe Angehörige) sind finanziell nachweislich nicht in der Lage, die Kosten aus eigenen Mitteln zu tragen.
Was umfasst eine Sozialbestattung?
Die Sozialbestattung deckt die Kosten für eine einfache, aber würdevolle Beisetzung ab, die den lokalen Friedhofssatzungen entspricht. Dazu gehören im Regelfall:
- Die Überführung der verstorbenen Person.
- Ein einfacher Sarg oder eine schlichte Urne.
- Die Gebühren für ein einfaches Grab (oft ein anonymes Grabfeld oder ein Reihengrab ohne zusätzliche Pflegeverpflichtung).
- Eine schlichte Trauerfeier im kleinen Rahmen.
Wir beraten Sie gerne
Sie sind noch unsicher, wie Sie bei Bestattungskosten sparen aber trotzdem einen würdevollen Abschied gestalten können? Das Team der Bestattung Himmelblau berät Sie gerne und nimmt sich die Zeit, um auf Ihre Bedürfnisse einzugehen.
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